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Skinheads
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"Skinheads können keine Macken verstecken. Ein rasierter Kopf zeigt offen jeden Millimeter des Gesichtes"
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Auszug aus einem Wörterbuch (Microsoft Corporation)
" ... Skinhead (englisch zu skin: Haut und head: Kopf), Bezeichnung
für die meist jugendlichen Angehörigen einer extrem heterogenen Subkultur, deren
augenfällige äußere Gemeinsamkeit kurz oder kahl geschorene Köpfe sind.
Entstanden ist die Bewegung zu Beginn der sechziger Jahre in den
Arbeitervierteln englischer Industriestädte. Die extrem kurz geschorenen Haare
waren Ausdruck einer bewussten Selbstausgrenzung aus der als reaktionär und
rassistisch empfunden britischen Gesellschaft. Den Skinheads gehörten von Beginn
an sowohl englische als auch aus den ehemaligen britischen Kolonien
eingewanderte Jugendliche aus dem Arbeitermilieu an.
Die weit
verbreitete Gleichsetzung der Skinheadbewegung mit den so genannten Boneheads
oder Naziskins, also mit extrem gewaltbereiten, rechtsextremistisch orientierten
Jugendlichen, die sich erstmals zu Beginn der achtziger Jahre in Deutschland
formierten, wird weder historisch noch aktuell dieser Subkultur gerecht. So
zählen heute neben zahlreichen anderen Gruppierungen auch die so genannten
redskins, sozialistisch orientierte, politisch aktive Skins, sowie die so
genannten sharps (englisch für skinheads against racial prejudices: Skinheads
gegen rassistische Vorurteile) zur Skinheadbewegung ... "

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Wann genau es die ersten Skinheads gab kann man nicht sagen - fest steht jedoch, dass die Entstehung in den 60-er Jahren gewesen ist.
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Wie man oben im Lexikonauszug nachlesen kann, gab es in den 60er Jahren in England ein weites Spektrum an Rassismus. Den farbigen Dockarbeitern wurden die Köpfe kahlgeschoren
um sie vom Rest der Gesellschaft auszugrenzen. Aus Solidarität und als Zeichen gegen den Rassismus haben sich weitere Dockarbeiter freiwillig die Haare abrasiert - man hat sich also
dem gesellschaftlichem Ansehen entzogen. Man wollte den "Farbigen" zeigen, dass man mit ihnen fühlt und einem der Rassismus absolut nicht passte. Sie gehörten alle der selben Arbeiterschicht an (WorkingClass - Klassenschichten der
Gesellschaft) und man hat es nicht eingesehen, dass man jemanden wegen seiner Hautfarbe diskriminiert. Dies ist auch ein eindeutiges Zeichen dafür, dass Skinheads absolut nichts mit den rassistischen Machenschaften in England zu tun
haben wollten. Natürlich gibt es noch weitere Entstehungswege in der Szene, wie zum Beispiel den, dass sich die Rudeboys, Hardmods und BootBoys einer solchen Skinheadszene angeschlossen und vereint haben. An den meisten ist sicherlich
was wahres dran, doch im Prinzip kann es keiner ganz genau sagen wer den Anfangspunkt gesetzt hat.

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Ein großer Irrtum ist es wenn man sagt "Skinheads sind doch eh alles Nazis" oder ähnliches, denn erstens stimmt dieses Vorurteil absolut nicht und Argumente haben die Leute dafür ebenfalls nicht und zweitens gibt es Skinheads auf der ganzen Welt.
In jedem Land ist schon über Skinheads berichtet worden und in jedem dieser Länder trifft man auf uns.
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Diese Frage ist schwer zu beantworten... Damals (Anfang der 70er) sind sehr viele Skins zum Fußball gegangen. Die meisten sind zu den Spielen gefahren um sich mit den Fans
der gegnerischen Manschaft gewaltsame und brutale Schlachten zu leisten. Dabei kamen Knüppel (mit Nägeln), Baseballschläger und weitere Waffen zum Einsatz, die dem Gegner große Fleischwunden
bzw. Verletzungen aller Art zufügten. Fußball und Gewalt ist das Motto damals gewesen und in den Stadien gab es immer viel zu tun für unsre´ "grünen Freunde" von der Polizei ;)
Heute
sieht das alles etwas anders aus, es gehen kaum noch Skins zum Fußball ihre Manschaft Supporten. Die "normalen" Hooligans haben an sich nichts mit den Skins zu tun.

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Unter dem so genannten "Spirit of 69" versteht man die Zeit am Ende der sechziger Jahre. Auf deutsch bedeutet das "Geist von 69" - worunter man die Gedanken und Ideale von 1969 versteht. Dies war ungefähr der Zeitpunkt an dem der Skinheadkult in England seine Wurzeln fasste und heranwuchs. "Spirit of 69" bedeutet also nichts weiteres als sich an den Geist von 1969 zu erinnern, als die Skins noch keine anzeichen von politischer Gesinnung machten.
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Leider gibt es widersprüchliche Erklärungen darüber, wie dieses Wort entstanden ist. Manche behaupten, dass "Oi!" gehe auf ein englisches Wortspiel zurück. Es soll aus dem Spruch "strength through joy" abgeleitet sein. Die Endbuchstaben "joy" ergeben in der Lautschrift dann das "Oi!" - blöd nur, dass dabei Assoziationen an den Nationalsozialismus geweckt werden, denn der englische Spruch bedeutet ja "Kraft durch Freude". So sehr dieser Spruch auch belastet ist, wenn wir ihn mal für sich allein betrachten, steckt da natürlich eine ganz wichtige Aussage drin, nämlich: "Du bist stark, wenn Du Spaß hast". Und das "Oi!" ist genau dieses Lebensgefühl, was die Skinheads ausmachen: Sie haben ihre eigene Musik, lieben alkoholische Exzesse und treten allzu gern der spießigen Gesellschaft provokant entgegen - ohne dabei die Regeln des Zusammenlebens zu verletzen. Fazit: "Der maximale Spaß am Leben!".
Zitat aus einem Liedtext von Loikaemie: "... Für uns bedeutet Oi! das man Spaß am Leben hat - Skinhead ist und zu dem steht was man sagt ..."
Eine andere Erklärung: Das "Oi!" soll fest mit den Londoner Skinheads verwurzelt sein, der Ursprung könnte also auch im Cockney Slang (eine Londoner Mundart) liegen. "Oi!" als Kampfruf der Skinheads, mit der Aussage: "Ich hab´ Dir was zu sagen!".
Natürlich ist "Oi!" auch eine Musikart, die von Skins & Punks gehört wird. Diese Musikart ist weitgehend unpolitisch und ist schneller und lauter als Punk/Punkrock.

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Eines der wichtigsten Accessoires der Skinheadmode stellt die Jeans dar, vor allem von Marken wie Levi´s (501), Lee und Wrangler, die oft mit Domestos ausgebleicht werden. Diese werden hochgekrempelt getragen, so daß man in jedem Falle die hohen Stiefel sehen kann. Auch Kordhosen und Levi´s Sta-Prest gehören seit dem Beginn der Bewegung zur "Kleiderordnung". Hemden, mit oder ohne Karomuster (vor allem "Button-Down-Shirts" von Ben Sherman, Brutus oder Jaytex), Polohemden, Pullunder, V-Ausschnittpullover und Strickjacken von Fred Perry, der Textilfirma des ersten Tennisspielers aus dem Arbeitermillieu, der Wimbledon gewann, wie auch weiße enge T-Shirts und Hosenträger (braces) gehören zur "Grundausstattung". Auch gibt es bevorzugte Arten von Jacken und Mänteln, die ein Skin trägt, wie die "Harrington"-Jacke, deren Innenfutter aus einem Schottenkaro besteht, die klassische Jeansjacke, den "Crombie"(mittellanger Mantel) und den "Sheepskin" (Mantel aus Schafsfell). Auch Anzüge, vor allem der 3-Loch-Anzug und Hüte, wie der "Pork Pie" (wie bei den "Smartskins"< diese tragen die Haare etwas länger als gewöhnlich und haben einen "schickeren" Kleidungsstil > und "Rudeboys") und die Schiebermütze werden getragen. Dazu kommen noch neuere Stilmittel, die in den 80er Jahren den Einzug in die Szene fanden, wie die Bomberjacke, Pullover und T-Shirts der Marke Lonsdale und "Donkey-Jackets", langen Jacken aus schwerem dunkelblauem Filz mit Knöpfen und einem PVC-Besatz auf der Schulter- und Rückenpartie (der Aufsatz wird auch häufig durch einen aus Schottenkarostoff ersetzt).
Schuhe:
Skinheads tragen meist hohe (also "Mehrloch-") Doc Marten´s- Arbeitsstiefel, mit oder ohne Stahlkappen, in Rot oder Schwarz. Die Schnürsenkel können verschiedene Farben haben, diese sagen aber inzwischen, entgegen der gängigen Ansicht in der Gesellschaft, eher selten oder auch gar nichts über die politische Haltung des Trägers aus. Auch "Loafers", flache Lederschuhe (Collegeslippern ähnlich) mit Fransen, oder auch "Brogues", flache Lederschuhe mit Lochmuster, beide Arten ebenfalls in Rot oder Schwarz, wie auch Sportschuhe von Adidas (Modell "Samba" oder "Gazelle") werden getragen.
Haarschnitt
Zu Beginn, also in den 60er Jahren, hatten die Anhänger der Bewegung noch längeres Haar, was darauf zurückzuführen ist, daß sich diese aus der Hard-Mod-Szene, einer Untergruppierung der Mods, entwickelte, die sich am Wochenende zu "Scooterruns"(Rollerrennen und - treffen) trafen und sich von der Mod-Bewegung insofern absetzt, indem der Kleidungsstil dem aggressiven Auftreten angeglichen wurde (Doc Marten´s, Hosenträger, Jeans, Baumwollhemden). Der Ska, der Rock Steady und der Tamla Motown (Soullabel) Sound wurde zu ihrer Musik, was eine weitere Distanzierung von der Modszene bedeutete und sie übernahmen den für die Rudeboys, die jamaikanischen Einwandererkinder, typischen Kurzhaarschnitt, der auch bei Kämpfen seine Vorteile hatte, da dem Gegner so noch weniger Angriffsfläche geboten wurde. (Auch die gewaltbereiten Fußballfans übernahmen den für sie "praktischen" Haarschnitt.) Dieser Haarschnitt ist auch heute noch üblich, wenn der Kopf auch nun nicht mehr naßrasiert wird (außer in der rechten Szene), sondern die typische Haarlänge etwa 1-3 mm beträgt, oder das, was beim Rasieren ohne oder mit dem kleinsten Aufsatz auf dem Rasierer, herauskommt. Auch Kotletten, Kinn- und Backenbärte kamen später in Mode.
Tattoos
Zu Anfang waren Tattoos nicht von großem Belang in der Szene, erst zu Beginn der 80er Jahre kamen sie mehr und mehr in Mode. In der Szene sind Frauen wie Männer tätowiert und es gibt eigentlich keine bestimmten Motivvorschriften, doch erfreuen sich Einhörner, Tribals, japanische Tattoos und die britische Flagge einiger Beliebtheit, wie auch Motive, die die Aggressivität des Trägers und auch die Zugehörigkeit zur Szene widerspiegeln sollen(z.B. Skinheads mit Baseballschlägern, Fred Perry-Logos, Trojan-Logos, etc.).
Frauen und Mädchen und deren Bekleidungsstil
Von Anfang an war die Skinheadbewegung eine von Männern dominierte Jugendkultur (nicht zuletzt wegen des hohen Gewaltpotentials), jedoch schlossen sich ihr auch schnell viele Mädchen an. In der Art der Bekleidung gibt es nur wenige Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Doch tragen die Frauen in der Szene oft auch Kostüme (Jacketts mit passendem ¾-Rock) oder Schottenröcke in Kombination mit Pennyloafers oder Doc Marten´s und Netzstrumpfhose. "Reenies", wie sich einige Skingirls selbst gerne nennen, zeichnen sich durch ihren auffälligen Haarschnitt - den "Feathercut" - aus. Die Haare am Hinterkopf werden auf 4-6mm gekürzt und der Pony, die Kotletten und die Nackenhaare bleiben lang.
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Es gibt unter den Skinheads sehr viele "Unterkategorien". Es gibt linksorientiere, Linksextremisten, rechtsorientierte, Rechtsextremisten - aber auch genauso die ursprünglichen unpolitischen "Oi!-Skinheads". Unter den eben genannten Skinhead-"Arten" gibt es auch verschiedene Skingruppen. Beispiele:
| "linke"-Gruppen: |
SHARP (SkinHeads Against Racial Prejudices), Redskins |
| "rechte"-Gruppen: |
Boneheads, Hammerskins |
Jede dieser Gruppen bezeichnet sich als die "wahren" Skinheads. Doch in Wirklichkeit waren Skinheads nicht an politischen Dingen interessiert und wenn doch, dann nicht auf eine spezielle Seite sondern auf das was Sie für richtig gehalten haben. Sie blieben ihren Idealen treu.
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Sehr oft wird die Skinheadszene politisch missbraucht (Beispielsweise von der NPD oder der ANTIFA) - wie dies zu stande kommt ist relativ einfach - zumindest bei einem Teil. Unter den Skinheads gibt es ziemliche viele frustrierte jugendliche die ihre Agressivität und Wut auf Konzerten auslassen beim Pogen und Feiern. Doch genau dieses frustriert sein macht Sie für Parteien / Organisationen zu einem relativ leichtem Fang. Parteien und Organisationen erzählen den Jugendlichen viele Lügen und versuchen Sie so zu Ihren Zwecken und Vorhaben zu begeistern. Viele der Jugendlichen fallen darauf rein - leider. Drum merkt euch eins:
SCHEIßT AUF DIESE LÜGENPOLITIK!
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Keine politischen Ziele sondern Dinge wie "Fußball, ficken, Alkohol, Oi! und einfach den SPAß am Leben" - das sind die Ursprungsideale der Skins.
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